Das Elektrogesetz regelt das Anbieten und die Entsorgung von Elektrogeräten in Deutschland. Seit dem 1. Februar 2016 gilt es erstmalig auch für PV-Module.

Die Komponenten einer Solaranlage haben eine hohe Lebensdauer und produzieren in der Regel deutlich länger als 20 Jahre ab Inbetriebnahme verlässlich umweltfreundlichen Solarstrom. Nach dem Ende der Lebensdauer sollen die Photovoltaikmodule möglichst schnell und fachgerecht in den Wertstoffkreislauf zurückgegeben werden, da gerade auch Solarmodule teilweise seltene und wertvolle Rohstoffe enthalten, die heute wiederverwendet werden können. Auf sogenannte Inverkehrbringer von PV-Modulen kommen mit der Novellierung des Elektrogesetz in dieser Hinsicht erstmals Pflichten zu.

Mit Inkrafttreten sind die heimischen Modulhersteller und Importeure gesetzlich verpflichtet, die Sammlung, das Recycling und die Finanzierung der Abfallbeseitigung zu gewährleisten, individuell oder innerhalb eines kollektiven Programms. Die Hersteller von PV-Modulen sind seit einigen Jahren dabei, ein Rücknahme- und Recyclingsystem für PV-Altmodule aufzubauen. In diesem Zuge haben sie die Dachorganisation PV Cycle gegründet. PV Cycle richtet dabei europaweit Sammelstellen für Altmodule ihrer Mitglieder ein. Eine Liste der Mitgliedsunternehmen findet man auf der Internetseite http://www.pvcycle.org/de/ genauso wie die Möglichkeit über eine interaktive Landkarte Sammelstellen in der Nähe zu suchen. Die nächstgelegenen Sammelstellen zur kostenfreien Abgabe entsprechender Altmodule findet man unter Eingabe des eigenen Standorts. Bei größerer Stückzahl von Altmodule, die entsorgt werden müssen, besteht auch die Möglichkeit der Abholung. Mehrere Hersteller, wie z.B. First Solar, Solarworld und Solarwatt haben darüber hinaus individuelle Rücknahmeprogramme ins Leben gerufen. Käufer wenden sich hier direkt an die Herstellerfirmen.